Regelung einer Industrieflächenheizung:

Unterhalb einer beheizten Industrieflächenhalle bildet sich immer eine Wärmelinse.

Bei der Beheizung mit Dunkel- oder Hellstrahlern bildet sich diese Wärmelinse kaum, wohingegen bei einer Fußbodenheizung die Wärmelinse, nach Messungen des TÜV Rheinland, bis zu einer Tiefe von ca. 2,5 m nachweisbar ist.

Das Erdreich unter der Bodenplatte erwärmt sich also bis zu einer Tiefe von 2,5 m. Das so aufgeheizte Erdreich dient dem Gebäude als Wärmespeicher.

Wenn man diesen Speicher mit einer Raumregelung regelt, lassen sich frühestens nach 48 Stunden Änderungen der Raumtemperatur feststellen.

Eine beheizte Bodenplatte regelt sich aber automatisch über den Selbstregelungseffekt.

Beispiel: Außentemperatur = 0 °C
Innentemperatur = 18 °C
Betonoberflächentemperatur = 20 °C
ergibt eine Leistung von = 22 W/m²

Wird die Innentemperatur durch „Fremdwärme“ (Wetterumschwung oder Produktionswärme) auf 19 °C erhöht, sinkt die Leistung physikalisch auf nur noch 11 W/m² und steigt die Innentemperatur auf 20 °C (bei einer Bodentemperatur von ebenfalls 20 °C) kann die Bodenplatte kein Watt Leistung mehr an den Raum abgeben.

Eine Industrieflächenheizung sollte ausschließlich über die Außentemperatur geregelt werden.

Sollte ein Bauherr auf eine Raumregelung bestehen, sollten nur abschließbare Raumtemperaturfühler gewählt werden, damit nicht jeder unbefugte Mitarbeiter daran Einstellungen vornehmen kann.