Dehnfugen:

Scheinfugen:

Dehnfuge Scheinfuge

Scheinfugen sind „Sollrissfugen“ in der Bodenplatte. Sie werden als Kerbe nur im oberen Bereich der Betonplatte (25-30% der Plattendicke) erstellt, somit wird der Querschnitt geschwächt und ein Riss an dieser Stelle provoziert (klare Rissführung). Sie werden zweckmäßig in Längs- und Querrichtung bei großflächigen Betonflächen ausgeführt. Bei hohen Lasten (Qd>40 kN) müssen die Fugen zusätzlich gesichert werden, z.B. durch Dübel.

Tagesfugen:

Tagesfuge

Tagesfugen (Pressfugen) trennen die Betonplatte in ganzer Dicke, und bieten keine Ausdehnungsmöglichkeit für den Beton. Sie entstehen durch das Gegenbetonieren an vorher erstellte Betonfelder. Die Ausbildung des Betons muss mit Nut und Feder, bei Verdübelung (nur bei hohen Lastwechseln) auch mit glatter Stirnfläche, erfolgen.

Tagesfugen mit Fugenschienen:

Dehnfugenelement

Fugenschienen sollten stets bei stark belasteten Fugen eingebaut werden. Schwer belastete Fugen oder solche, die mit harten Reifen beansprucht werden, benötigen einen Kantenschutz. Dies kann mit Fugen – Doppelschienen erfolgen. Bei Radlasten Qd> 80 kN und/ oder sehr hoher Fahrzeugfrequenz sollten stets spezielle Fugen – Doppelschienen eingebaut werden.

Raumfugen:

Dehnfuge Raumfuge

Raumfugen (Bewegungsfugen, Dehnfugen, Randfugen) sind erforderlich um die Betonplatte von anderen Bauteilen (Stützen, Wände, Schächte, etc.) zu trennen, und das Eintragen von möglichen Lasten in die auf- oder abgehenden Bauteile zu verhindern. Bewegungsfugen gestatten bei genügend breiter Ausbildung und weicher Fugeneinlage eine freie Ausdehnung der Betonplatte.

[Quelle: Lohmayer/ Ebeling – Betonböden für Produktions- und Lagerhallen; Düsseldorf 2012 – S. 121-129 ff.]