Betonkerntemperierung

Schnitt BKT Betonkernaktivierung Betonkerntemperierung

Unter dem Begriff Betonkerntemperierung oder Bauteilaktivierung versteht man die Temperierung eines Gebäudes über in der Gebäudedecke verlegte Heiz- bzw. Kühlleitungen.

Durch diese Art der Rohrverlegung in der Decke kann im Sommer eine Kühlung und im Winter eine Beheizung der Räume erzielt werden. Die Verlegung der Leitungen in der Gebäudedecke erlaubt eine gleichmäßige und wärmephysiologisch angenehme Temperierung. Die Betonkerntemperierung fungiert hier zum einen als Deckenheizung/-kühlung bzw. im Geschoss darüber als Fußbodenheizung/-kühlung.

In der Regel kann in den meisten Bauvorhaben in denen eine Betonkerntemperierung eingesetzt wird, auf eine zusätzliche Heizung bzw. Heizkörper verzichtet werden. Da die Betonkerntemperierung zu den Niedrigtemperaturheizsystemen gehört (18 °C VL im Sommer und circa 26 °C VL im Winter), ist diese perfekt für den Einsatz von Luft-Wärmpepumpen bzw. Erdwärempumpen geeignet.

Aus diesem Grund wird Betonkerntemperierung häufig in großen Bauvorhaben eingesetzt bei welchem es auf maximale Energieeinsparung ankommt (EnEV & KfW).

Deckendurchführungselement

Schnitt Rohrdurchführung im Beton BKT Betonkernaktivierung Betonkerntemperierung

Die Deckendurchführungselemente ermöglichen ein einfaches Herausführen der Kühl- bzw. Heizrohre aus der Betondecke in das darunterliegende Geschoss. Eine Druckprobe der Heiz- bzw. Kühlkreise ist zu jeder Zeit möglich.

Ein weiterer großer Vorteil: Durch diese Methode der Rohrdurchführung ergibt sich die Möglichkeit, die Anbindeleitungen in einer beliebigen Länge nach unten aus der Decke herauszuziehen, um sie dann direkt an einen Verteiler oder eine Tichelmann-Zuleitung anzuschließen.

 

Funktionsprinzip:
Durch das auf der Schalung befestigte Deckendurchführungselement wird die vom Kühl- bzw. Heizkreis kommende Anbindeleitung durchgefädelt. Spezielle rote Laschen im Deckendurchführungselement erlauben eine optische Kontrolle der Durchführungsrichtung bei späterer Entnahme der Anbindeleitung. 

Das Schutzrohr auf dieser Seite verhindert das Eindringen von Beton, diese werden Betonseitig noch zusätzlich mit Schrumpfschlauch verschlossen um auch bei sehr flüssigem Beton ein eindringen zu verhindern. Auf der anderen Seite verläuft die Anbindeleitung vollständig bis oberhalb der späteren Betonoberkante in einem Schutzrohr, damit bleibt diese Seite der Anbindeleitung flexibel und kann später zurückgezogen werden. Nach der Ausfädelung der Rohre werden die Durchführungen bzw. Lehrrohre mit Beton verschlossen.

[Quelle: www.uponor.de – Uponor Contec Bauteilaktivierung – Technische Informationen (Seite 12) ]